Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 15. April 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Freiburg im Breisgau, Sitzungssaal XIV, Bismarckallee 2, 79098 Freiburg öffentlich versteigert werden:

Lfd. Nr. 1: Wald; Verkehrswert: 162,00 €
Lfd. Nr. 2 : Gehölz; Verkehrswert: 187,00 €
Lfd. Nr. 3: Geschlossenes Hofgut "Hinterer Maierhof", Älteres Wohn- und Okonomiegebäude (Denkmalschutz) mit Anbau (2010) sowie Grünlandflächen und Wald.; Verkehrswert: 829.463,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
siehe Gutachten
Versteigerungstermin
15.04.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
791 K 30/24
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
12.02.25
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten

Objektdaten

DenkmalschutzBalkonGarten/-mitbenutzungTerrasseStellplatz
Objekttyp
Landwirtschaftliches Objekt
Grundstücksfläche
54494 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
sanierungsbedürftig
Baujahr
18. Jh., Neubau (Anbau) 2010
Verfügbarkeit
eigen-genutzt

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein geschlossenes Hofgut (Denkmalschutz) mit älterem Wohn- und Ökonomiegebäude, Anbau (2010), sowie dazugehörigen landwirtschaftlichen Flächen, Wald und Grünland. Es handelt sich weiterhin um mehrere Flurstücke, wobei zu einem Flurstück der Gebäudekomplex Feldbergstraße 10 gehört.

Besichtigung

Das Objekt wurde an einem festgelegten Termin von innen und außen durch einen Sachverständigen besichtigt. Die Begehung umfasste sämtliche baulichen Anlagen sowie alle zugehörigen Flurstücke. Die Bewertung basiert auf eigenen Eindrücken, eingesehenen Plänen und ergänzenden Unterlagen.


Gebäude

Die Gebäude stehen auf den Flurstücken und bestehen im Wesentlichen aus zwei zusammenhängenden Teilen: einem historischen, groß dimensionierten Schwarzwaldhaus (Ständerbohlenbau, errichtet im 18. Jahrhundert) mit ausgedehntem Ökonomie- und Wohnbereich, und einem straßenseitigen Anbau aus 2010, der als eigenständige Betriebsleiterwohnung ausgeführt wurde. Die Anlage ist breit zum Tal hin orientiert und weist typische Merkmale der Region auf, wie ein Walmdach, breitseitige Erschließung, umlaufende Galerie im Obergeschoss beider Wohnteile und verschindelte Giebelseiten.

Der Altbau zeigt einen sanierungsbedürftigen Zustand. Die Grundrisse im Altbau sind durch zahlreiche gefangene Räume geprägt, viele Oberflächen und Ausstattungen stammen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren, wobei das Duschbad ca. 2010 erneuert wurde. Die Belichtung ist in der Wohnnutzung angemessen, teils traditionell durch kleine Fensterflächen. Die Ökonomieflächen werden derzeit nicht mehr für landwirtschaftliche Nutzung verwendet, sie dienen als Unterstand für Altmaschinen. Die Gebäude sind Teil der Denkmalliste.

Der Neubau (Anbau) aus dem Jahr 2010 ist als einseitig angebautes, voll unterkellertes, zweigeschossiges Wohnhaus mit ausgebautem Dachspitz konzipiert, entspricht in Gestaltung, Ausstattung und energetischem Standard dem Baujahr. Durch große Fenster, Balkone in Holzbauweise und eine offene Grundrissgestaltung sind die Räume hell und gut belichtet. Die Wohnfläche des Anbaus beträgt ca. 160 m², die des Altbaus etwa 214 m². Kleinere Umbauten wie der nachträgliche Ausbau des Dachspitzes und Kellerraums im Neubau wurden durchgeführt.


Wohnung (Neubau / Anbau)

Die Wohnung im Anbau bietet auf mehreren Ebenen eine gehobene Ausstattung und zeitgemäß gestaltete Grundrisse. Die Wohn- und Schlafräume sind großzügig bemessen und durch Parkettböden sowie große Fensterflächen und Balkone geprägt. Jede Wohnebene ist sowohl funktional als auch flexibel nutzbar. Der Zustand ist als gut zu bewerten, die Wohnqualität ist modern und auf aktuelle Bedürfnisse ausgerichtet.

Das Gebäude, an das der Anbau grenzt, ist ein massiver Schwarzwaldhof, Baujahr 18. Jh., mit noch landwirtschaftlich genutzten Ökonomieflächen und veralteten Ausstattungselementen. Der Altbau ist grundsätzlich sanierungsbedürftig, die Belichtung der Wohnräume ist traditionell, der energetische Zustand entspricht dem Stand der Technik um 1960/70 im nicht modernisierten Teil.


Grundstück

Das Anwesen erstreckt sich über mehrere Flurstücke mit einer Gesamtfläche von ca. 54.500 m², davon sind ca. 47.400 m² Wiesen-, Weide- und Grünland, ca. 4.600 m² Wald- und Gehölzflächen sowie ca. 1.500 m² Bau- und Freifläche. Die Flächen sind überwiegend eben bis leicht geneigt, teils mit Unland und Weganteilen, die an das Straßen- und Wegenetz angeschlossen sind. Gebäude, Zufahrten und Grünflächen sind funktionsgerecht angeordnet, das Umfeld ist ländlich geprägt und strukturiert sich als abgeschlossene Hofanlage.


Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Anwesen nicht vermietet oder verpachtet. Das Grundstück und die Gebäude wurden für private Wohnzwecke sowie einen Gewerbebetrieb (Hausmeisterdienst) mit Pferdehaltung genutzt. Eine originär landwirtschaftliche Nutzung findet nicht mehr statt, einzelne Flächen dienen als Grünland oder zur Pferdehaltung. Die Gebäude sind insgesamt leerstehend bzw. eigengenutzt.


Ausstattung

  • Walmdächer mit Eternit- und Schieferdeckung

  • Wände Neubau: Poroton und HLZ, Fassade verputzt, Anbau gedämmt

  • Heizung Neubau: Holzpellet-Brennwerttechnik, in Verbindung mit Warmwasserbereitung, flächendeckende Fußbodenheizung, Holzofen im Wohnbereich

  • Heizung Altbau: Ofenheizung (Holz, Kachelofen, Küchenherd), einzelne Räume elektrisch beheizbar, keine zentrale Wärmeversorgung im Altbau

  • Elektroinstallation: Neubau auf aktuellem Stand mit Sprechanlage, Altbau teils erneuert, teils noch ältere Leitungen auf Putz

  • Fenster und Türen: Kunststofffenster mit Isolierverglasung im Neubau, überwiegend Holzfenster im Altbau, einzelne Fenster ca. 2020 erneuert

  • Böden: Neubau Parkett und Fliesen, Altbau Textil- und PVC-Beläge, Fliesen in Sanitärräumen

  • Sanitärausstattung Neubau: Moderne Installation, Duschen bodengleich, Bad mit Wanne, Handtuchheizkörper, Anschlüsse für Waschmaschine

  • Sanitärausstattung Altbau: Erneuerte Dusche/WC im EG (2010), sonst ältere Ausstattung, Warmwasser über Durchlauferhitzer


Sonstiges

Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.

Lage

Oberried, Ortsteil St. Wilhelm, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg, ca. 2.840 Einwohner.

Das Anwesen liegt im Süden der Gemeinde Oberried, im ländlich geprägten Ortsteil St. Wilhelm, ca. 7 km von der Ortsmitte entfernt. Die Umgebung ist weitgehend unbebaut und besteht aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, Wald und vereinzelten Hofstellen. Die nächste Straße ist die Feldbergstraße (K 4959, Kreisstraße). Die Nachbarschaft ist von weiteren Einzelgehöften und landwirtschaftlichen Nutzflächen geprägt. Einschränkungen durch Lärm, Verkehrsaufkommen oder Industrie sind aufgrund der abgeschiedenen Lage nicht gegeben. Das Objekt liegt im Außenbereich, außerhalb zusammenhängender Ortschaften.

Nahversorgung, Schule und Ärzte befinden sich im ca. 7 km entfernten Oberried bzw. im 12 km entfernten Kirchzarten, das als nächstes Unterzentrum gilt. Die Buslinie 271 bindet den Ort an Freiburg und Kirchzarten an, die Haltestelle „St. Wilhelm-Schule" ist ca. 16 Gehminuten entfernt. Die Busfrequenz ist sehr gering (ca. alle 90 Minuten), nächster Bahnhof ist in Kirchzarten (ca. 11 km). Einkaufs- und Versorgungseinrichtungen sind entsprechend nur im weiteren Umfeld erreichbar.

Die Grundstücke selbst sind topografisch weitgehend eben bis leicht geneigt, die Form der Flächen ist unregelmäßig und bildet einen zusammenhängenden Hofbereich mit überwiegend Wiesen und einzelnen Baumgruppen. Detaillierter Bewuchs (z.B. Obstanlagen, spezielle Pflanzungen) ist nicht angegeben.


Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.