Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft soll am Montag, 12. Oktober 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Idar-Oberstein, Sitzungssaal 116, Mainzer Straße 180, 55743 Idar-Oberstein öffentlich versteigert werden:
Eingetragen im Grundbuch von: Asbach [Hunsrück]
lfd. Nr. 1: Einfamilienhaus, Stall-/Scheunengebäude, Garage, Holzschuppen
Verkehrswert 121.000,00 €
lfd. Nr. 2: Erholungsfläche, Landwirtschaftsfläche
Verkehrswert 16.400,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 137.400,00 €
- Versteigerungstermin
- 12.10.2026, 09:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 11 K 6/25
- Versteigerungsart
- Teilungsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 01.08.25
- Besichtigungsart
- Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Einfamilienhaus
- Wohnfläche
- 180 m²
- Nutzfläche
- 149 m²
- Grundstücksfläche
- 1754 m²
- Objektzustand
- renovierungsbedürftig
- Baujahr
- ca. 1900
- Verfügbarkeit
- eigengenutzt
- Anzahl Etagen
- 2-geschossig
- kombinierte Wohn-/Nutzfläche
- 329.00 m²
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus mit Stall-/Scheunengebäude, Garage und Holzschuppen sowie um ein unbebautes Wiesengrundstück.
Besichtigung:
Das Objekt wurde am 01.08.2025 ausschließlich von öffentlichem Grund aus außen besichtigt. Das Objekt konnte innen nicht besichtigt werden; wesentliche Angaben, insbesondere zu Raumaufteilung und Ausstattung, beruhen deshalb teilweise auf Unterlagen und sachverständiger Schätzung.
Gebäude
Das Hauptobjekt (in der Treib 6) ist ein freistehendes, mit einem Stall-Scheunengebäude angebautes Einfamilienhaus, ursprünglich etwa um 1900 errichtet. Es ist zweigeschossig, sehr wahrscheinlich unterkellert; ob der Dachraum ausgebaut ist, ließ sich bei der Außenbesichtigung nicht feststellen. Die Brutto-Grundfläche wurde mit ca. 420 m² angesetzt. Für die Wertermittlung wurden zwei Wohnungen mit jeweils ca. 90 m² Wohnfläche, insgesamt also ca. 180 m², pauschal zugrunde gelegt.
Der Baukörper weist massive und teils fachwerkartige Konstruktion mit Bruchstein-, Mauerwerks- und Ausfachungsteilen auf. Das Dach ist als Sattel- oder Giebeldach mit Schiefereindeckung beschrieben; Dachflächenfenster sind vorhanden. Zur Straßenseite und rückwärtig bestehen Hauseingänge.
Die Grundrissgestaltung konnte innen nicht überprüft werden; anhand der Wertermittlung ist jedoch von zwei Wohneinheiten im Erd- und Obergeschoss auszugehen. Belichtung und Besonnung wurden als vermutlich ausreichend eingeschätzt. Modernisierungen sind nur in geringem Umfang erkennbar. Aufgrund des Alters und der fehlenden Innenbesichtigung wurde von einem eher schlechten Ausstattungszustand mit wirtschaftlichen Wertminderungen ausgegangen. Bauschäden waren aus der Distanz außen nicht sicher feststellbar. Denkmalschutz besteht nicht.
weitere Gebäude
Das angebaute Stall-Scheunengebäude stammt ebenfalls ursprünglich etwa aus dem Jahr 1900. Es ist vermutlich zweigeschossig, der Stallteil vermutlich eingeschossig. Die Brutto-Grundfläche wurde mit ca. 420 m² angesetzt, die für die Ertragsbetrachtung herangezogene Nutzfläche im Erdgeschoss mit ca. 100 m². Außen zeigt sich ein gemischter Bestand aus verputzten und gestrichenen Flächen, unverputztem Bruchstein- und Ziegelmauerwerk, ausgemauertem Fachwerk sowie teilweisem Schieferbeschlag. Erkennbar sind ein elektrisches Rolltor mit integrierter Tür und Oberlichtreihe, alte Holztüren und ein doppelflügeliges Holztor. Das Dach ist überwiegend als Sattel- oder Giebeldach mit Schieferdeckung ausgeführt; auf dem alten Stallteil besteht ein Pultdach mit Trapezblecheindeckung. Außen sind Putzschäden, Mauer- und Putzrisse, teilweise defekter Schieferbeschlag sowie ein Unterhaltungsstau mit Renovierungsbedarf erkennbar. Die Belichtung wurde als ausreichend bis schlecht eingeschätzt.
Die Einzelgarage wurde ca. 1990 errichtet und ist einseitig an die Grenze bzw. an eine Nachbarmauer angebaut. Sie ist mit Flachdach, massiv errichtet und hat eine Nutzfläche von ca. 19 m². Außen ist sie verputzt und gestrichen, mit seitlichem Fenster und Garagenschwingtor aus Metall. Sichtbar sind Verschmutzungen, Putzschäden und wirtschaftliche Überalterung.
Der Holzschuppen wurde ca. 1985 errichtet und ist als einfache Holzkonstruktion mit Sattel- oder Giebeldach und Dachsteindeckung ausgeführt. Seine Nutzfläche beträgt ca. 30 m². Er verfügt über Holzständerwände, ein rückwärtiges Fenster und ein doppelflügeliges Holztor. Der bauliche Zustand zeigt wirtschaftliche Überalterung sowie geringfügigen Unterhaltungsstau. Besonders wertrelevant ist, dass nur ca. 4,5 m² auf dem bebauten Grundstück und ca. 27 m² auf dem Bauplatz stehen.
Grundstück
Zum Versteigerungsumfang gehört außerdem ein weiterer Bauplatz (Zum Spielplatz 5) mit 773 m² Fläche. Das Grundstück ist unregelmäßig zugeschnitten, als Eckgrundstück mit Übertiefe beschrieben und weist eine Straßenfront von insgesamt ca. 56 m sowie eine mittlere Tiefe von ca. 35 m auf. Die Topografie steigt insgesamt nach Norden an. Es handelt sich um baureifes Land ohne rechtskräftigen Bebauungsplan. Im Flächennutzungsplan ist der Bereich als gemischte Baufläche dargestellt.
Der Bauplatz ist überwiegend unbebaut und wir im Wesentlichen als Garten- bzw. Grünfläche genutzt. Wertrelevant ist die teilweise Überbauung durch den Holzschuppen des Nachbargrundstücks, dessen größerer Teil auf diesem Flurstück steht. Erschlossen ist das Grundstück über eine Anliegerstraße; Anschlüsse an Strom, Wasser, Kanal und Telefon sind für das Gesamtobjekt beschrieben.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Einfamilienhaus eigen-, das Grundstück überwiegend als Garten- und Grünfläche genutzt.
Lage
Das Objekt liegt in Asbach mit ca. 130 Einwohnern im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz.
Es befindet sich innerörtlich im Ortskern in einfacher Wohnlage. Die Umgebung ist überwiegend wohnbaulich genutzt und durch aufgelockerte, überwiegend zweigeschossige Bebauung geprägt. Das bebaute Grundstück liegt teils an einer Kreisstraße, teils an einer Anliegerstraße; der Bauplatz an einer Anliegerstraße mit mäßigem Verkehr. Geringe Beeinträchtigungen bestehen durch einen gegenüberliegenden Spielplatz und ein Gemeindehaus.
Geschäfte des täglichen Bedarfs, Schulen und Ärzte befinden sich in Rhaunen in ca. 9 km Entfernung. Eine Bushaltestelle liegt in unmittelbarer Nähe; der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Idar-Oberstein.
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