Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft soll am Freitag, 16. Oktober 2026 um 9:15 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Merzig, Saal 102, Wilhelmstr. 2, 66663 Merzig öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 7.664,70 € (lfd. Nr. 1), 1.844,40 € (lfd. Nr. 2), 71.574,90 € (lfd. Nr. 3), 487,20 € (lfd. Nr. 4), 1.357,20 € (lfd. Nr. 5), 3.105,90 € (lfd. Nr. 6) und 965,70 € (lfd. Nr. 7)

Gesamtverkehrswert: 87.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
87.000,00 €
Versteigerungstermin
16.10.2026, 09:15 Uhr
Aktenzeichen
11 K 16/25
Versteigerungsart
Teilungsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
09.03.26
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 72 Seiten 5 MB

Objektdaten

ScheuneKellerAbstellraumGarageSpeicher/DachbodenDusche
Objekttyp
Wohnhaus
Wohnfläche
197 m²
Anzahl Zimmer
8
Grundstücksfläche
897 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
sanierungsbedürftig
Baujahr
1890
Verfügbarkeit
leerstehend
Anzahl Etagen
2

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Wohnhaus mit Anbau, Scheunen-/Stallteil, überdachter Freifläche und Garage sowie mehreren zugehörigen Gebäude- und Freiflächen und einer Verkehrsfläche (insgesamt 7 Flurstücke).

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 09.03.2026 innen und außen besichtigt. Teilbereiche waren wegen starken Bewuchses und baulicher Gegebenheiten nur eingeschränkt einsehbar; ergänzend stützte sich die Bewertung auf Grundbuch-, Kataster- und Behördenunterlagen.

Gebäude

Das Hauptobjekt ist ein massiv errichteter Wohnteil mit Anbau aus unterschiedlichen Bauphasen. Das Ursprungsbaujahr des Wohnhausbereichs wird auf etwa 1890 geschätzt; Teilbereiche sollen bereits um 1873 errichtet worden sein, der Anbau etwa 1930 bis 1935. Das Gebäude ist zweigeschossig, im Wohnteil mit einem Gewölbekeller unterkellert und verfügt über ein nicht ausgebautes Dachgeschoss. Die Wohnfläche beträgt rund 197 m², die Brutto-Grundfläche von Wohnhaus und linksseitigem Anbau rund 520 m².

Im Erdgeschoss befinden sich Flur, vier Zimmer sowie ein Flurbereich zum Scheunen-/Stallteil. Im Anbau liegen Küche, Bad, WC, Flur sowie mehrere Abstell- und Nebenräume, darunter der Bereich der Öltanks. Im Obergeschoss sind erneut Flur und vier Zimmer vorhanden; im Dachbereich des Anbaus liegen weitere nicht zu Wohnraum ausgebaute Abstellflächen, ein Rauchhaus und ein ehemaliges Getreidelager. Die Grundrissgestaltung ist insgesamt einfach und in Teilen unzeitgemäß; hinzu kommen teilweise geringe Deckenhöhen, etwa im Bad mit ca. 1,95 m. Die Belichtung erfolgt über Holzfenster unterschiedlicher Bauzeit, ist wegen der einfachen Struktur insgesamt durchschnittlich.

2017/2018 wurde das Bad erneuert; darüber hinaus bestehen nur geringe Modernisierungseffekte. Der bauliche Zustand ist insgesamt mäßig bis schlecht. Festgestellt wurden unter anderem erhebliche Instandhaltungs- und Modernisierungsrückstände, Dachundichtigkeiten, Wassereintritt, Schäden an Decken, Rissbildungen, ein schlechter energetischer Zustand sowie Feuchtigkeitsprobleme im Keller. Das Gebäude wird zum Wertermittlungsstichtag nicht genutzt und steht leer. Denkmalschutz besteht nach den vorliegenden Angaben nicht.

weitere Gebäude

Zum Anwesen gehören ein ehemaliger Scheunen-/Stallteil, eine überdachte Freifläche sowie eine Garage. Der Scheunen-/Stallteil ist massiv errichtet und mit einer Holzdachkonstruktion aus Rundstämmen sowie Ziegeleindeckung versehen. Die Nebengebäude sind funktional und wirtschaftlich überaltert und weisen nur eingeschränkte Drittverwendungsfähigkeit auf.

Für den Scheunen-/Stallteil wurde eine Fläche von rund 205 m², für die überdachte Freifläche von rund 72 m² und für die Garage von rund 45 m² berücksichtigt. Auch diese Gebäudeteile sind vom insgesamt einfachen bis schlechten Erhaltungszustand des Anwesens geprägt. Zusätzlich genannt werden schadhaft wirkende Außenanlagen, überwuchernde Bepflanzung sowie ein zu entsorgender Heizöltank in der Garage.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Anwesen leerstehend; Mieter oder Pächter waren nicht vorhanden, eine aktive landwirtschaftliche Nutzung fand nicht statt.

Ausstattung

  • Dachform und Dachdeckung: Satteldach; Holzdachkonstruktion aus Rundstämmen; Eindeckung mit Tonziegeln; Dachrinnen und Fallrohre aus Zinkblech; Dachflächen ungedämmt und ohne Unterspannbahnen

  • Heizung & Warmwasser: Öl-Zentralheizung, Nennleistung 21 kW, Baujahr 1996; Brenner Baujahr 1996; Wärmeübertragung über Heizkörper mit Thermostatventilen; zwei Kunststoff-Öltanks mit je 2.000 Litern, 1996 erneuert; zusätzlicher Kaminanschluss; stillgelegter Kachelofen; handbeschickter Küchenherd, Bj. 1990, technisch mangelhaft und wertmäßig nicht berücksichtigt; Warmwasser über Durchlauferhitzer im Bad

  • Elektroinstallation: einfache, technisch überalterte Elektroausstattung; Zählerschrank von 1982; für das Bad nachgerüsteter FI-Schalter

  • Fenster: Holzfenster mit Einfachverglasung sowie teilweise Holzfenster mit Doppelverglasung aus etwa den 1960er/1970er Jahren; teilweise Holzklappläden; außerdem Glasbausteine

  • Sanitärausstattung: Bad mit bodengleicher Dusche, WC und Waschbecken; separates WC mit WC und Handwaschbecken

  • Böden: Holzdielen in Wohnräumen, Teppichboden in Wohnräumen, PVC und Linoleum in einzelnen Räumen, Fliesen im Sanitärbereich, teilweise ohne Bodenbelag

Lage

Das Objekt liegt in Merzig, Stadtteil Mechern, mit rund 31.600 Einwohnern im Landkreis Merzig-Wadern im Bundesland Saarland.

Die Mikrolage ist als einfache Wohnlage beschrieben. Die Umgebungsbebauung ist überwiegend wohnbaulich geprägt. Das Grundstück liegt an einer Anliegerstraße mit Gehwegen; augenscheinliche Beeinträchtigungen wurden nicht festgestellt. Das Objekt befindet sich im Heilquellenschutzgebiet „Bietzener Wiesen“, Schutzzone B.

Geschäfte des täglichen Bedarfs, Schulen und Ärzte sind jeweils in etwa 3 km Entfernung vorhanden, weiterführende Schulen in Merzig oder Rehlingen. Eine Bushaltestelle befindet sich in fußläufiger Entfernung; der Bahnhof liegt in Merzig.

Das Grundstück ist eben, unregelmäßig geschnitten und als Eckgrundstück ausgebildet. Die Gesamtfläche beträgt 897 m², bei einer Straßenfront von etwa 16 m und einer mittleren Tiefe von rund 27 m. Es ist durch Mauer und Zaun eingefriedet; befestigte Flächen, Gartenanlagen und Pflanzungen sind vorhanden, teils mit starkem Bewuchs. Das Hauptgebäude weist eine mehrseitige Grenzbebauung auf.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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