Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 11. November 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Bingen am Rhein, Sitzungssaal 103, Mainzer Straße 52, 55411 Bingen am Rhein öffentlich versteigert werden:

Lfd. Nr. 1: Laut Gutachten des Sachverständigen handelt es sich um ein Wohnungserbbaurecht (Eigentumswohnung, ca. 59 qm Wohnfläche), eine Innenbesichtigung war nicht möglich. Verkehrswert: 157.000,00 €
Lfd. Nr. 2: Laut Gutachten Erbbaurecht am Teileigentum (Tiefgaragenstellplatz) Verkehrswert: 13.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
siehe Gutachten
Versteigerungstermin
11.11.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
42 K 3/24
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
13.08.24
Besichtigungsart
Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 59 Seiten 10 MB

Wichtige Hinweise

Objektdaten

Abstellraum
Objekttyp
Sonstige Wohnung
Wohnfläche
59 m²
Baujahr
1996
Verfügbarkeit
vermietet

Objektbeschreibung

Bei den Versteigerungsobjekten handelt es sich um eine Eigentumswohnung mit Abstellraum (SE-Nr. W6) sowie einen Tiefgaragenstellplatz (SE-Nr. TG 7) als Erbbaurechte mit Zustimmungserfordernis des Grundstückseigentümers bei Zuschlag und Veräußerung.

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 13.08.2024 im Rahmen eines Ortstermins besichtigt. Das Gemeinschaftseigentum und der Tiefgaragenstellplatz konnten in Augenschein genommen werden; die Wohnung war nicht von innen zugänglich, sodass die Bewertung insoweit auch auf Aufteilungsplan, Bauakten und weiteren Unterlagen basiert.

Wohnung

Die Wohnung Nr. W 6 ist Teil einer Wohnanlage und umfasst laut Gutachten ca. 59 m² Wohnfläche zuzüglich eines Abstellraums. Sie liegt im Hinterhaus des Gebäudes Binger Straße 54. Eine Innenbesichtigung war nicht möglich, sodass die Beurteilung der Raumqualitäten nur eingeschränkt anhand der vorliegenden Unterlagen erfolgen konnte. Laut Aufteilungsplan ist der Grundriss zweckmäßig gestaltet.

Zu konkreten Einzelräumen enthält das Gutachten keine belastbaren Angaben. Soweit von außen erkennbar, sind Kunststofffenster mit Isolierverglasung vorhanden; Rollläden sind nicht vorhanden. Der Modernisierungsstand wird als nicht modernisiert beschrieben. Wegen der fehlenden Innenbesichtigung sind Aussagen zu Belichtung, Besonnung, Belüftung, Innenzustand und Ausstattungsstandard nur eingeschränkt möglich. Als erkennbarer Mangel wird schadhafter Sockelputz genannt.

Gebäude

Das Gebäude gehört zu einer 1996 errichteten Wohnanlage (Binger Straße 50-60) in Massivbauweise mit insgesamt 53 Wohneinheiten. Im Erdgeschoss befinden sich Ladengeschäfte sowie eine Durchfahrt; die beiden hinteren Gebäudeteile sind eingeschossig mit ausgebautem Satteldach ausgeführt. Das Dachgeschoss ist ausgebaut. Eine Modernisierung war äußerlich nicht erkennbar.

Der Gesamtzustand des Gemeinschaftseigentums konnte wegen der ausgebliebenen Innenbesichtigung nur eingeschränkt beurteilt werden. Äußerlich besteht teilweise Unterhaltungsstau an der Fassade; im unteren Fassadenbereich ist teilweise Putz abgefallen, was auf aufsteigende Feuchtigkeit hindeutet. Die Fassade ist als Putz auf Dämmung ausgeführt. Das Gebäude ist teilweise unterkellert. Ein Denkmalschutz ist nicht angegeben.

Weitere Gebäude

Der mitversteigerte Tiefgaragenstellplatz Nr. TG 7 ist Teileigentum in der zur Wohnanlage gehörenden Tiefgarage. Die Zufahrt erfolgt über eine andere Erschließungsstraße; die Rampe ist mit Betonsteinen gepflastert. Boden, Wände und Decken der Tiefgarage bestehen aus Beton, Wände und Decken mit Anstrich. Belichtung und Belüftung werden als ausreichend beurteilt. Augenscheinlich erkennbare Bauschäden oder Baumängel wurden am Stellplatz nicht festgestellt.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war die Wohnung vermietet; auch der Tiefgaragenstellplatz war vermietet.

Sonstiges

Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.

Lage

Das Objekt liegt in Ingelheim, Ortsteil Nieder-Ingelheim, mit ca. 36.000 Einwohnern im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz.

Die Mikrolage ist eine einfache bis mittlere Wohnlage im Stadtkern mit gemischter Ortszentrumsbebauung aus Kultur, Handel, Gewerbe und Wohnen. Das Grundstück liegt an einer innerörtlichen Hauptverkehrs- und Durchgangsstraße. Als Beeinträchtigungen werden durchschnittliche Immissionen durch Straßenverkehr, nahe Bahntrasse sowie Flugverkehr genannt. Die Nachbarschaft ist städtisch verdichtet; das Bewertungsobjekt liegt als Hinterhaus innerhalb eines Reihengrundstücks.

Bus und Bahn sind vorhanden. Geschäfte des täglichen Bedarfs befinden sich in der Nähe. Weitergehende konkrete Angaben zu Schulen, Kindergärten oder Ärzten enthält das Gutachten nicht.

Das Gesamtgrundstück umfasst 2.494 m² und ist unregelmäßig zugeschnitten. Es steigt von West nach Ost an, fällt von der Straße her ab und ist insgesamt abschüssig. Die Straßenfront beträgt ca. 67 m. Zum Gemeinschaftseigentum gehören gepflasterte Gehwege, Hecken, Ziergehölze, Grasflächen mit kleinen Bäumen, eine Betontreppe mit Metallgeländer, Entlüftungsschächte sowie ein eingefriedeter Müllcontainerplatz. Das Hauptgebäude weist zweiseitige Grenzbebauung auf.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.