Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 16. September 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Braunschweig, Sitzungssaal/Raum A 107, An der Martinikirche 8, 38100 Braunschweig öffentlich versteigert werden:
Verkehrswert: 270.000,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 270.000,00 €
- Versteigerungstermin
- 16.09.2026, 09:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 24 K 2/26
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 29.05.24
- Besichtigungsart
- Innen- und Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Doppelhaushälfte
- Wohnfläche
- 150 m²
- Nutzfläche
- 58 m²
- Grundstücksfläche
- 626 m²
- Heizungsart
- Zentralheizung
- Objektzustand
- sanierungsbedürftig
- Baujahr
- 1932
- Verfügbarkeit
- leerstehend, eigengenutzt (zuletzt), unbewohnt
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein 2-geschossiges Wohnhaus (Doppelhaushälfte) mit Kellergeschoss.
Besichtigung
Das Objekt wurde zum Wertermittlungsstichtag innen und außen besichtigt. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage einer Ortsbesichtigung, ergänzend durch Unterlagen, da teilweise keine vollständigen Bauunterlagen vorlagen.
Gebäude
Das Gebäude ist eine zweigeschossige Doppelhaushälfte mit ausgebautem Dachgeschoss und Vollunterkellerung, vermutlich um/vor 1932 erbaut. Das Objekt verfügt über insgesamt ca. 150 m² Wohnfläche, verteilt auf fünf Zimmer mit folgender Raumaufteilung:
Erdgeschoss mit einem Zimmer, Flur, Küche, Bad
Obergeschoss drei Zimmer, Bad
Dachgeschoss ein Zimmer
Keller vier Räume (Nutzfläche ca. 58 m²)
Der Grundriss erlaubt eine gute Belichtung und Querlüftung, wirkt insgesamt zweckmäßig für typische Familienbedürfnisse. Die lichte Raumhöhe beträgt im Keller rund 1,70 m sowie in den Wohnbereichen rund 2,45 m. Als Dachform kommt ein Satteldach mit Dachflächenfenstern, Holzstuhl und Tonpfannendeckung zum Einsatz. Modernisierungen sind zwischen 2020 und 2022 erfolgt (Fassade mit Wärmedämmverbundsystem, Fenster dreifach verglast, Innenausbau, Heizung, Elektrik, Sanitär); allerdings sind die Arbeiten überwiegend nicht beendet oder teilweise funktionslos. Es bestehen zahlreiche Restarbeiten und Baumängel: Feuchtigkeit im Keller, mangelhafte Arbeiten an Fassade, Fensterbänken, Hauseingang, fehlende Anschlüsse (Elektrik, Wasser, Heizung), sowie im Dachgeschoss Wasserschäden mit Schimmel- und Pilzbefall, Verdacht auf holzzerstörenden Pilz im Dachstuhl. Das Objekt steht nicht unter Denkmalschutz.
Weitere Gebäude
Auf dem Grundstück existiert ein einfacher Holz-Geräteschuppen mit Dachpappe, Tür und Fenster, welcher sich in schlechtem Zustand befindet.
Grundstück
Das Grundstück ist 626 m² groß, rechteckig, schmal sowie langgestreckt (ca. 14 m Breite, ca. 45 m Tiefe) und als Eckgrundstück ausgebildet. Es ist eben, die Zufahrt und Zugang erfolgen von Süden, die Orientierung ist nach Norden. Das Grundstück ist überwiegend mit Rasen, Büschen, Sträuchern sowie vereinzelten Bäumen bewachsen, allerdings aktuell ungenutzt und ungepflegt. Die Zuwegung und der Innenhof sind mit kleinformatigen Betonsteinen gepflastert. Nach Sanierung eines früheren Heizölschadens 2015 besteht laut Behörde noch teilweise Restbelastung des Erdreichs. Es besteht zudem Verdacht auf Kampfmittel im Boden.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt leerstehend und nicht vermietet. Es wurde zuletzt durch den Eigentümer selbst verwaltet, eine Eigennutzung ist konzipiert.
Ausstattung
Satteldach, Tonpfannendeckung auf Holzkonstruktion
Gas-Brennwerttherme (Baujahr ca. 2020–2022) mit Warmwasserspeicher, jedoch funktionslos
Fußbodenheizung im EG und OG, Zustand und Funktion ungesichert
Moderne Elektroanlage mit Deckenauslässen (Leuchten EG und OG), aktuell funktionslos; lose Leitungen, Sicherheitsmängel im Sicherungskasten
Fenster: Kunststoff, dreifach verglast (Baujahr 2020); umlaufend Rollläden vorhanden
Böden: Marmor, Fliesen, Laminat, PVC (variabel in den Räumen)
Innenwände/Decken: weiß gestrichen
Sanitärausstattung: Zwei Bäder (EG & OG) mit Waschtisch, Wanne, Duschbereich, Standardkeramik, funktionslos
Hauseingangstür aus Kunststoff mit Glaseinsatz
Zimmertüren innen modern, weiß; Kellertüren standard älterer Bauart
Treppen Betonpodeste, z.T. gefliest; fehlende Geländer und Handläufe
Keine Kücheneinbauten vorhanden
Lage
Braunschweig, Stadtteil Volkmarode, ca. 250.000 Einwohner, Landkreis Braunschweig, Bundesland Niedersachsen.
Mikrolage/Wohnlage:
Das Objekt befindet sich in einfacher Wohnlage an einer stark befahrenen Hauptstraße am östlichen Stadtrand. Die Bebauung in der Umgebung besteht überwiegend aus Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Straße (Berliner Heerstraße) ist gepflastert, einseitig beleuchtet, mit beidseitigen Geh- und Radwegen; keine Parkbuchten. Durch den Verkehr ergibt sich eine Lärmbelastung; von 0–5 Uhr besteht Tempo-30-Limit. Das Grundstück ist ein Eckgrundstück, Zugang/Zufahrt von Süden, Ausrichtung nach Norden, direkte Nachbarbebauung ist vorhanden. Keine Hinweise auf Naturschutzgebiete oder Biotope.
Versorgung/Verkehr:
Infrastrukturell ist Volkmarode gut erschlossen. In der Nähe befinden sich Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schulen, Geschäfte des täglichen Bedarfs sowie ärztliche Versorgung. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr erfolgt direkt über Straßenbahn und Bus; ferner bestehen Bahnverbindung, kurzer Weg zum Flughafen Braunschweig-Waggum und zur Autobahn A2. Diverse Erholungs- und Freizeitflächen (u.a. Riddagshausen) sind im Umfeld.
Grundstück:
Das Grundstück ist rechteckig, ca. 14 m breit und 45 m tief, topografisch eben und weist einen einfachen Bewuchs mit Rasen, Sträuchern und einigen Bäumen auf. Die Einfriedung ist mit Stahlzaun/Stahltor; gepflasterte Zufahrt und Innenhof. Hinweise auf Restbelastung im Boden durch einen früheren Heizölschaden sowie Kampfmittelverdacht bestehen.
Ansprechpartner oder Gläubiger/-vertreter
Felix Kretzschmer Tel.: 0531 7005-3381
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